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Ihr Weg ins Hospiz: Antworten auf die wichtigsten Fragen

Der Schritt in ein Hospiz ist oft mit vielen Fragen verbunden – für Betroffene ebenso wie für Zugehörige. Auf dieser Seite beantworten wir die häufigsten Fragen rund um das stationäre Hospiz – aber natürlich auch gerne persönlich: rufen Sie uns an (05241 70 890 29) oder schreiben Sie eine E-Mail an

Was ist ein Hospiz?

Der Begriff Hospiz kommt vom lateinischen Wort „hospitium“ für Herberge und bezeichnet eine Einrichtung, in der unheilbar kranke Menschen in der letzten Phase ihres Lebens begleitet und versorgt werden. Ziel ist es, das Leben der Sterbenden bis zum Ende so angenehm wie möglich zu gestalten.

Wer kommt in ein Hospiz und was sind die Aufnahmekriterien?

In unser Hospiz einziehen können Menschen ab 18 Jahren, die an einer weit fortgeschrittenen, unheilbaren Erkrankung leiden, bei der nach menschlichem Ermessen weder Heilung noch Stillstand erwartet werden kann. Somit besteht eine begrenzte Lebenserwartung. Hinzu kommen oft akute Symptome und emotionale und familiäre Belastungen. Wenn in dieser Situation keine weitere Krankenhausbehandlung gewünscht ist, die Versorgung im häuslichen Bereich nicht mehr gesichert ist und der erkrankte Mensch einverstanden ist, kann er ins Hospiz aufgenommen werden.

Wie bekommt man einen Hospizplatz?

Die Hausärztin oder der Hausarzt oder behandelnde Krankenhausärzt:innen können eine Überweisung ins Hospiz ausstellen. Wenn sich der Wunsch nach einem Hospizplatz für Sie oder eine(n) Zugehörige(n) abzeichnet, rufen Sie uns am besten an, damit wir darüber sprechen können. Sie erreichen uns zu Fragen zur Aufnahme unter der Telefonnummer 05241 7089029. Die Plätze im Hospiz werden nach Dringlichkeit vergeben.

Wer kann sich an uns wenden?

Die Betroffenen selbst können sich an uns wenden, ebenso ihre Zugehörigen oder Mitarbeitende aus Krankenhäusern, ambulanten Pflegediensten, Ärzt:innen und Seelsorger:innen.

Was kostet das?

Für unsere Gäste ist der Aufenthalt kostenfrei (mit Ausnahme der üblichen Zuzahlungen für Medikamente und Hilfsmittel oder eventuelle Telefongebühren). 95 Prozent der anerkannten Kosten werden von den gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen übernommen. Die restlichen 5 Prozent tragen wir durch Spenden. Bei privaten Krankenversicherungen gelten Sonderregelungen.

Wie lange kann man im Hospiz bleiben?

Menschen ziehen ins Hospiz, wenn sie nur noch eine begrenzte Lebenserwartung haben und um hier zu sterben. Im Durchschnitt ist ein Gast 4 bis 6 Wochen bei uns, manche Menschen bleiben auch wesentlich kürzer oder länger hier. In manchen Fällen stabilisieren sich Menschen auch wieder, so dass auch eine Rückkehr in ein häusliches oder anderes stationäres Lebensumfeld möglich ist.

Kann ich aus einem Altenpflegeheim ins Hospiz umziehen?

In der Regel ist eine Verlegung aus einer stationären Pflegeeinrichtung ins Hospiz ist nicht möglich.

Wer betreut die Gäste im Hospiz?

Wir haben ein multi-professionelles Team, um unsere Gäste und ihre Angehörigen möglichst umfassend zu unterstützen: von der pflegerischen und medizinischen Betreuung über soziale, psychologische und seelsorgerische Aspekte bis hin zur hauswirtschaftlichen Versorgung. Durch regelmäßige Weiterbildungen gewährleisten wir, dass unsere Mitarbeitenden fachlich immer auf aktuellem Stand sind. Wir arbeiten mit einem guten Netzwerk zusammen, um auch weitere Angebote wie Fuß- und Handausstreichungen, musikalische Angebote oder Aromapflege anzubieten. Ehrenamtlich Mitarbeitende bieten zudem Vorlesen, regelmäßiges Waffelbacken oder stützende Gespräche an.

Ist im Hospiz immer ein Arzt ansprechbar?

Die ärztliche Betreuung im Hospiz erfolgt üblicherweise durch den Hausarzt. Auch ein Arztwechsel ist möglich. Ärzt:innen sind immer zeitnah ansprechbar und kommen zu Visiten ins Haus. Rund um die Uhr sind erfahrene und speziell im palliativen Bereich ausgebildete Pflegefachkräfte für die Gäste da.

Wie sieht das Leben im Hospiz aus?

Unser Hospiz ist eine kleine pflegerisch geleitete Einrichtung mit familiärem Charakter. Wir bieten 8 Einzelzimmer mit eigenem, barrierefreiem Bad. Das stationäre „Hospiz mit Herz und Hand“ liegt mitten in einer Wohngegend in der Nähe des Gütersloher Stadtparks. Wir achten unsere Gäste als Expert:innen ihrer selbst und versuchen wo immer es geht, ihre Wünsche nach Lebensqualität zu erfüllen – sei es das Bedürfnis, das Bett im Garten stehen zu haben oder eine Curry-Wurst zum Frühstück zu bekommen.

Darf man persönliche Dinge mit ins Hospiz bringen?

Die Zimmer bieten Platz für persönliche Gegenstände, damit das Hospiz ein wenig Zuhause werden kann. Kleine Möbel, wie zum Beispiel ein Lieblingssessel, können in Absprache mit der Hospizleitung mitgebracht werden. Zum Aufhängen von eigenen Bildern sind spezielle Leisten angebracht. Auch eigenes Bettzeug oder ein besonders geschätztes Kissen kann mitgebracht werden. Viele Gäste stellen in ihrem Zimmer Fotos von ihren Lieben auf.

Dürfen Tiere mit ins Hospiz?

Hunde sind uns willkommen. Wenn Besucher andere Haustiere mitbringen möchten, muss das zuvor mit der Hospizleitung abgesprochen werden. Vieles konnten wir bereits möglich machen, bis hin zum Besuch vom Lieblingspony.

Was ist der Unterschied zwischen ambulant und stationär?

Im stationären Hospiz werden bis zu 8 Gäste aufgenommen und versorgt. Der
ambulante Hospizdienst begleitet Menschen dort, wo sie leben: im eigenen Zuhause, in einer Einrichtung der Alten- oder Eingliederungshilfe oder im Krankenhaus.